Wohnkonzepte
Ein guter Grundriss für ein Mehrfamilienhaus verbindet die Möglichkeiten des Grundstücks mit den Anforderungen der künftigen Bewohner. Entscheidend sind unter anderem das geltende Baurecht, die Erschließung, die geplante Anzahl der Wohnungen und die gewünschte Nutzung.
Holzbau Bayern entwickelt mit Ihnen ein Gebäudekonzept, bei dem Wohnungsgrößen, Grundrisse und Gebäudeorganisation aufeinander abgestimmt sind. Ziel ist eine Planung, die zum Grundstück und zum vorgesehenen Nutzungskonzept passt. Mit dem Wohnbau Check schaffen Sie eine erste Grundlage, um die Bebauungsmöglichkeiten Ihres Grundstücks zu besprechen.
Was kann auf Ihrem Grundstück gebaut werden?
Bevor der Grundriss eines Mehrfamilienhauses entwickelt wird, müssen die baulichen Möglichkeiten des Grundstücks geprüft werden. Dazu gehören der Bebauungsplan oder das sonst geltende Baurecht, der Grundstückszuschnitt, die Abstandsflächen, die Erschließung und die geltenden Stellplatzanforderungen.
Diese Rahmenbedingungen beeinflussen, wie groß das Gebäude werden kann, wie die Geschosse organisiert werden und wie viele Wohnungen grundsätzlich infrage kommen. Auch Treppenhaus, Zugänge, technische Räume und erforderliche Verkehrsflächen wirken sich auf die nutzbare Fläche aus.
Erst wenn diese Faktoren zusammen betrachtet werden, lässt sich ein passendes Gebäudekonzept entwickeln. Die verbindliche Zulässigkeit des Vorhabens richtet sich nach den geltenden baurechtlichen Anforderungen und dem jeweiligen Genehmigungsverfahren.
Grundrissbeispiele
Grundriss für ein Mehrfamilienhaus mit 4 Wohneinheiten
Ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen bietet verschiedene Möglichkeiten, unterschiedliche Wohnungsgrößen und eine übersichtliche Gebäudeorganisation miteinander zu verbinden. Je nach Grundstück können beispielsweise zwei Wohnungen pro Geschoss, versetzt angeordnete Einheiten oder andere Grundrisslösungen sinnvoll sein.
Welche Aufteilung geeignet ist, hängt unter anderem vom Grundstückszuschnitt, der Gebäudefläche, der Erschließung und dem geltenden Baurecht ab. Auch die gewünschte Wohnungsgröße und die Anforderungen der künftigen Bewohner beeinflussen die Planung.
Ein Grundriss für ein 4-Familienhaus ist deshalb vor allem eine Planungsaufgabe: Ein Referenzkonzept kann Orientierung geben, muss aber auf die konkreten Bedingungen des Grundstücks abgestimmt werden.
Grundrisse für ein Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen
Ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten lässt sich mit unterschiedlichen Wohnungstypen planen. Die Aufteilung sollte zum Standort, zur vorgesehenen Nutzung und zur Gebäudeorganisation passen.
Unsere Referenzprojekte zeigen, wie unterschiedlich ein solcher Wohnungsmix ausfallen kann:
Dachau: Das Referenzprojekt umfasst vier 2-Zimmer-Wohnungen und zwei 3-Zimmer-Wohnungen.
Neumarkt in der Oberpfalz: Hier wurden zwei 2-Zimmer-Wohnungen und vier 3-Zimmer-Wohnungen umgesetzt.
Beide Projekte verdeutlichen, dass sich auch bei gleicher Anzahl an Wohneinheiten unterschiedliche Schwerpunkte bei den Wohnungsgrößen setzen lassen. Welche Kombination für Ihr Grundstück geeignet ist, hängt von den örtlichen Rahmenbedingungen, dem Nutzungskonzept und der angestrebten Zielgruppe ab.
Grundriss für ein Mehrfamilienhaus mit 8 Wohneinheiten
Bei einem Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen wird die Abstimmung von Erschließung, Treppenhaus, Wohnungszuschnitten und gemeinschaftlich genutzten Bereichen besonders wichtig. Der Grundriss muss die einzelnen Einheiten sinnvoll organisieren und gleichzeitig die Anforderungen an das Gesamtgebäude erfüllen.
Ein Referenzprojekt in Höhenkirchen umfasst zwei 2-Zimmer-Wohnungen, drei 3-Zimmer-Wohnungen und drei 4-Zimmer-Wohnungen. Damit verbindet der Wohnungsmix kompaktere Einheiten mit größeren Wohnungen.
Wie sich acht Wohneinheiten auf einem anderen Grundstück anordnen lassen, muss individuell geprüft werden. Grundstücksgröße, Baurecht, Geschossigkeit, Erschließung und Wohnungsgrößen bestimmen, welche Lösung infrage kommt.
Wohnungsgrößen und Wohnungsmix
Der Wohnungsmix beschreibt, wie sich die unterschiedlichen Wohnungstypen eines Mehrfamilienhauses aufteilen. Neben 1-Zimmer-, 2-Zimmer- und 3-Zimmer-Wohnungen können größere Einheiten das Angebot ergänzen. Welche Mischung sinnvoll ist, hängt von Standort, Nachfrage und Nutzungskonzept ab.
Bei der Grundrissplanung kommt es nicht allein auf die Anzahl der Zimmer an. Auch gut möblierbare Räume, Tageslicht, Stauraum und zweckmäßige Verkehrsflächen sind wichtig. Die Erschließung sollte so organisiert werden, dass die verfügbare Fläche sinnvoll genutzt wird, ohne die Wohnqualität unnötig einzuschränken.
Darüber hinaus müssen die jeweils geltenden Anforderungen an Barrierefreiheit oder barrierearmes Wohnen berücksichtigt werden. Welche Vorgaben für ein konkretes Projekt gelten, ist anhand des Baurechts und der jeweiligen Gebäudeplanung zu klären.
Ein durchdachter Wohnungsmix verbindet somit die Anforderungen der künftigen Bewohner mit den Möglichkeiten des Grundstücks und der Organisation des Gesamtgebäudes.
Wohnfläche, Nutzfläche und Bruttogrundfläche unterscheiden
Bei der Planung und beim Vergleich von Mehrfamilienhäusern müssen die verwendeten Flächenangaben eindeutig sein. Wohnfläche, Nutzfläche und Bruttogrundfläche bezeichnen unterschiedliche Größen und dürfen nicht ohne Weiteres miteinander verglichen werden.
Die Wohnfläche beschreibt die nach der jeweils maßgeblichen Berechnungsgrundlage ermittelte Fläche einer Wohnung. Nutzflächen werden nach einer anderen Systematik ermittelt; die Bruttogrundfläche umfasst weitere Flächenanteile des Gebäudes.
Die Hausflächen in unserer Broschüre sind als Nutzflächen angegeben. Für Ihr konkretes Projekt werden die erforderlichen Flächen nach der jeweils geltenden und für den jeweiligen Zweck maßgeblichen Berechnungsgrundlage ermittelt.
Eine klare Unterscheidung ist wichtig, damit Grundrisse, Wohnungsgrößen und Kostenansätze auf einer nachvollziehbaren Grundlage verglichen werden können.
Wohnbau Check
Sie möchten wissen, welche Möglichkeiten Ihr Grundstück für ein Mehrfamilienhaus bietet? Mit dem Wohnbau Check besprechen wir die wesentlichen Rahmenbedingungen Ihres Vorhabens und leiten daraus die nächsten Planungsschritte ab.
Für eine erste Einordnung sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:
- Lage und Größe des Grundstücks
- Lageplan und vorhandene Unterlagen zum Baurecht
- gewünschte Anzahl der Wohneinheiten
- Vorstellungen zu Wohnungsgrößen und Nutzung
- verfügbarer Kostenrahmen und geplanter Zeitrahmen
Auf dieser Grundlage können die relevanten Fragen für eine Machbarkeitsprüfung eingegrenzt werden. Ob und in welchem Umfang eine Bebauung möglich ist, muss anschließend anhand der konkreten Grundstücksbedingungen und des geltenden Baurechts geprüft werden.
Interesse geweckt?
Ihre Barbara Fuchs
Geschäftsführerin HBB Holzbau Bayern
Häufige Fragen zu Grundrissen für Mehrfamilienhäuser
Eine allgemeingültige Mindestgröße gibt es nicht. Entscheidend sind unter anderem das geltende Baurecht, der Grundstückszuschnitt, die zulässige Gebäudegröße, Abstandsflächen, Erschließung und Stellplatzanforderungen. Erst anhand dieser Faktoren lässt sich beurteilen, welche Bebauung auf dem Grundstück möglich sein könnte.
Die mögliche Anzahl ergibt sich aus der zulässigen Gebäudegröße, der Geschossigkeit, der Erschließung und den geplanten Wohnungszuschnitten. Eine größere Anzahl kleiner Wohnungen ist nicht automatisch die wirtschaftlich bessere Lösung. Entscheidend ist ein Gebäudekonzept, das Baurecht, Nutzung und Investitionsrahmen zusammenführt.
Ein Referenzgrundriss kann als Orientierung dienen. Vor einer Übernahme müssen jedoch Grundstück, Baurecht, Erschließung und Nutzungsanforderungen geprüft werden. Häufig ist eine Anpassung erforderlich, damit der Grundriss zum konkreten Vorhaben passt.
Sie planen ein Mehrfamilienhaus und möchten die Möglichkeiten Ihres Grundstücks besser einschätzen? Senden Sie uns die ersten Angaben zu Ihrem Grundstück, Ihrer gewünschten Wohnungsanzahl und Ihrem Vorhaben.
Mit dem Wohnbau Check besprechen wir die baulichen Rahmenbedingungen und die nächsten Schritte für Ihre individuelle Planung.